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Projekt „Im Stenges“

Pressemitteilung vom 26.08.2013

Nicht aus jeder Potentialfläche wird am Ende auch ein Windpark. Damit wird dieses Segment der erneuerbaren Energien in Birkenau wohl nicht zum Tragen kommen. So lässt sich das Ergebnis der vertieften Untersuchung der Fläche „Im Stenges“ zusammenfassen, die vom Ingenieurbüro 3P EnergiePlan GmbH im Auftrag der Stadtwerke Viernheim GmbH durchgeführt wurde.

Für die Entscheidung das Projekt nicht weiterzuführen sind mehrere Faktoren maßgebend. So würde sich der Transport der Anlagen sehr aufwändig gestalten, ein Netzanschluss wäre nur am weit entfernten Umspannwerk in Birkenau möglich und auch der Artenschutz führt zu Mehraufwand. Fazit des Planers Jürgen Simon: „Das Projekt wäre zwar technisch machbar, aber eine wirtschaftliche Umsetzung ist unter diesen Randbedingungen nicht zu gewährleisten.“

Als Vertreter des Projektträgers Stadtwerke Viernheim GmbH informierte Abteilungsleiter Andreas Vondung die Grundstückeigentümer bereits über die abschlägige Investitionsentscheidung: „Wir bedauern natürlich, dass wir den Windpark an diesem Standort nicht umsetzen können. Aber mit negativen Ergebnissen ist bei Projektentwicklungen immer wieder zu rechnen, es handelt sich um ein völlig normales Risiko.“ Für die Grundstückseigentümer und die Gemeinde Birkenau bleibt der Projektabbruch ohne finanziellen Nachteil. Die Kosten für Vorplanung und Gutachten übernimmt der Projektträger vollständig.

In den vergangenen Monaten hatte 3P EnergiePlan den Standort auf Herz und Nieren geprüft. Eine naturschutzfachliche Standortbewertung, die Vogel- und Fledermauskartierung und Vorgespräch mit der Naturschutzbehörde stellten die Berücksichtigung des Naturschutzes sicher.

Eine Windmessung mittels SODAR-Technik erfasste die Windgeschwindigkeit über dem Standort bis in 200 m Höhe. Sie bestätigte die Angabe im landesweiten Windatlas, der Grundlage für den Projekteinstieg war.

Unerwartet schwierig wären dagegen der Transport der Anlagen zum Standort und die Anbindung des Parks an das Stromnetz. Beides wäre technisch machbar, aber nur mit sehr hohem Aufwand. Simon sieht hier die wesentlichen Hemmnisse für die Wirtschaftlichkeit des Parks. „Die Summe der Nachteile für den Park aus Naturschutz und Erschließung kann vom Windangebot nicht kompensiert werden. Wenn am Standort mehr Anlagen möglich wären, könnte dort ein wirtschaftliches Projekt entstehen. Die Fläche ist jedoch durch die vorgeschriebenen Mindestabstände zu den Wohnhäusern begrenzt.“